Neuigkeiten

Schienenersatzverkehre, Baufahrpläne

(Dezember 2018) Anwohner fordert technische Sicherung von Bahnübergängen in Peißenberg

In der Kummerecke des Weilheimer Tagblattes fordert ein Anwohner, zusätzlich zum Umbau der beiden Bahnübergänge Thalackerstraße und Forster Straße, auch die restlichen Übergänge auf Peißenberger Flur technisch zu sichern. Er sei nicht vom Lärm der pfeifenden Züge gestört, sondern sorge sich um die Sicherheit, da er auch festgestellt habe, daß die Züge oftmals viel zu schnell die Übergänge passieren würden.

Die Forderung an sich ist richtig, da insbesondere der Übergang am St.-Georgen-Weg durch die reduzierte Geschwindigkeit massiv die Züge behindert, auch wenn an den edlen Motiven des Petenten Zweifel angebracht sind. Alle fraglichen Übergänge sind eigentlich gut einsehbar und nie als Unfallschwerpunkte in Erscheinung getreten. Unfälle geschehen meist an den technisch gesicherten Bahnübergängen, wie in letzter Zeit an der Forster Straße oder in Schongau an der Zufahrt zur Papierfabrik.

(November 2018) Große Baumaßnahmen auf der Pfaffenwinkelbahn
in den Jahren 2019 - 2021

Nachdem ein barrierefreier Ausbau der Pfaffenwinkelbahn kurzfristig am Streit um die richtige Bahnsteighöhe (55 oder 76 cm) zu scheitern drohte, herrscht jetzt Klarheit. Folgende Maßnahmen sind für die folgenden Jahre geplant:

  1. 2019
    1. elektronisches Stellwerk in Peißenberg (ermöglicht gleichzeitiges Einfahren der kreuzenden Züge)
    2. Erneuerung des Bahnübergangs "Thalackerstraße"
    3. Technische Sicherung des Bahnübergangs Forster Straße
  2. 2020
    1. Umbau des Bahnhofes Schongau (Gleis 2 und 3) bei Beibehaltung der Weiterführung bis zu einem möglichen Haltepunkt Schongau Nord
  3. 2021
    1. Barrierefreier Ausbau der anderen Stationen auf 55 cm. In Peißenberg Nord entfällt dabei der zweite Bahnsteig

Einziger Wermutstropfen ist, daß dadurch eine Durchbindung nach München unwahrscheinlich wird, da das Netz der Werdenfelsbahn auf 76 cm ausgelegt ist. Resultat des Irrsinns, daß jeder Besteller für jedes Netz eine andere Höhe vorsieht. Der Bahnhof Tutzing würde 3 verschiedene Höhen benötigen (96 cm S-Bahn, 76 cm Werdenfelsbahn, 55 cm Pfaffenwinkelbahn)

(Oktober 2018) Neue Fahrzeuge auf der Pfaffenwinkelbahn

Kurzzeitig schickt die BRB ihre neuen Triebwagen, die für das Netz im Allgäu ab Dezember vorgesehen sind, zum Warmfahren auf die Reise. Dabei kommen die Fahrzeuge auch beim morgendlichen ersten Pendel zwischen Weilheim und Peißenberg, leider in der Dunkelheit, auf die Pfaffenwinkelbahn. Neben der neueren Version der bekannten Lint 41 sind dabei auch Vertreter der längeren Version Lint 54 mit 8 Achsen zu sehen.

(August / September 2018) Bauarbeiten zwischen Schongau und Peiting Ost

In der zweiten Hälfte der Sommerferien wird zwischen Schongau und Peiting Ost der gesamte Oberbau ausgetauscht. Dabei werden auch die zum Teil noch seit dem Bau der Strecke dort liegenden Stahlschwellen durch Betonschwellen ersetzt. Für den Materialtransport wurden beidseits des Bahnübergangs Loamer Stichl und am Bahnübergang Papierfabrik Materialumschlagplätze eingerichtet. Der Transport des Materials dorthin erfolgt auf der Straße!

(August 2018) Langsamfahrstelle bei Weilheim

Zur Zeit ist die Geschwindigkeit auf Höhe der Straßenbrücke bei km 2,5 begrenzt.

(April 2018) Baustart für den Busbahnhof in Weilheim

Bereits für letzes Jahr angekündigt, startet mit Verspätung jetzt doch der Bau des neuen Weilheimer Busbahnhofes. Für 8,5 Mio Euro wird nördlich des Stellwerkes ein neuer Umsteigeplatz zwischen Bahn und Bus geschaffen.

Viel Geld für ein Prestigeprojekt. Es bleibt zu hoffen, dass sich bis zur Eröffnung noch etwas an dem Umstand ändert, dass Abends und von Freitag Nachmittag bis Montag Morgen an dem Busbahnhof nicht viel los sein wird, da die RVO, teils eigenwirtschaftlich, teils bestellt vom Landkreis lediglich im Berufs- und Schülerverkehr nachfrageorientiert fährt. Von einem angebotsorientierten Fahrplan ist man im Landkreis Weilheim-Schongau noch Lichtjahre entfernt.

(März 2018) Stadtrat lehnt Halt in der Au endgültig ab

Nachdem es die Spatzen schon Tage vorher von den Dächern gepfiffen haben, lehnte der Stadtrat den Bahnhalt in seiner März-Sitzung endgültig ab. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, kündigte darauf hin sofort an, von dem Projekt Abstand zu nehmen. Wer dafür und dagegen votierte lässt sich aus dem Protokoll der Stadtratssitzung nachlesen. - oder auch nicht mehr! Auf wundersame Weise ist das Protokoll aus dem Internetauftritt der Stadt Weilheim verschwunden.

Ein Sieg für Wenige und eine Niederlage für Weilheim und den Landkreis. 18 gewählte Vertreter der gesamten Weilheimer Bürger knicken vor 120 Anwohnern ein. Die Stadt hat bereits bei erster Gelegenheit bewiesen, dass sie ihre Funktion als Oberzentrum nicht erfüllen will. Das entspricht dem Slogan der größten Fraktion, "Regional denken - vor Ort handeln ", die den Kirchturm bereits im Logo führt. Vorgeblich weil die Stadt in einem, vom Eisenbahn-Bundesamt geführten Planfeststellungsverfahren keinen Einfluß mehr habe. Ob das auch für die geplante Umgehungsstraße gilt. Das Geld soll im Weilheimer ÖPNV (welchem? es gibt keinen, denn der sogenannte Stadtbus entspricht in keiner Weise den Anforderungen eines ÖPNV) und in das Radwegenetz investiert werden. Einziges Projekt hier ein Radelhighway nach Unterhausen (für wen der wohl gebaut wird ...). Übrigens wird jetzt ein Anschluß der Au und des Trifthofes an den Stadtbus gefordert. Ob den Beteiligten der Aberwitz dieses Vorschlages bewusst ist?

(Februar 2018) Leserbriefschlacht im Weilheimer Tagblatt

In mehreren Leserbriefen nehmen sowohl Befürworter als auch Gegener des Bahnhaltes in der Au Stellung. Während von Ersteren die Vorteile des Haltes herausgestrichen wird und an die Vernunft und Verantwortung des Stadtrates für ganz Weilheim appelliert wird, wärmen Letzere ihre alten Argumente nochmals auf. In einem letzten Aufbäumen gegen die Vernuft wird sogar ein Widerspruch zwischen der von PRO BAHN geforderten Durchbindung der Pfaffenwinkelbahn nach München und dem geplanten Halt gesehen.

Vor dieser Gedankenverbindung müssen die Gegner natürlich Angst haben, denn mit der Durchbindung ergäbe sich eine direkte Verbindung von der Au nach München. In Anbetracht der vielen neuen Wohnungen an der Geistbühelstraße stellt sich dann die Frage nach einem Potential gar nicht mehr. Interessant ist auch, daß alle Leserbriefe der Gegner in einem sehr ähnlichen Stil geschrieben sind. Hony soit, qui mal y pense.

(Februar 2018) Anwohnerkonferenz stellt sich klar gegen Bahnhalt in der Au

Wie nicht anders zu erwarten, haben sich die Anwohner des Wohngebietes in der Au in der extra für sie durchgeführten Veranstaltung in der Stadthalle klar gegen einen Bahnhalt Weilheim Süd ausgesprochen. Dabei wurden extrem krude Ansichten vertreten. Die Einen argumentierten, dass dort sowieso niemand aussteigen würde, während die Anderen fürchteten, daß genau jene, nicht existenten Fahrgäste lärmend und marodierend durch die Siedlung ziehen werden. Eine Anwohnerin will durch die (getönten) Fenster der vorbeifahrenden Züge beobachtet haben, dass diese total leer wären, während ein anderer Anwohner sich davor fürchtete, dass aus den leeren Zügen heraus hunderte Augen in seinen Garten starren würden.

In einer, vom als Orchestermeister fungierenden wohlbekannten Stadtrat der Grünen zum Abschluß der Veranstaltung inszenierten basisdemokratischen Abstimmung sprach sich die überwältigende Mehrheit der Anwesenden gegen den Halt aus.

Dunkel wars, der Mond schien helle ... In diesem Sinne widersprachen sich die Opponenenten in ihren Aussagen. Die Abstimmung zum Schluß, initiiert von einem Stadtrat, ist eine Frechheit, denn hier stellen sich 120 Anwohner über die 30, von allen Weilheimer Stimmberechtigten gewählten Stadträte, die einzig und allein das Recht und die Pflicht haben, im Sinne aller Bürger über die Sache zu entscheiden.

(Februar 2018) Grüne beantragen Streichung von Parkplätzen in München

Die Münchner Grünen haben im Stadtrat beantragt, bis Ende 2019 7500 öffentliche Auto-Stellplätze zu streichen.

München will nicht mehr, sondern weniger Autos in der Stadt. Die Prioriät liegt klar beim ÖPNV. Die Tatktik, die eigenen Verkehrsprobleme dadurch zu lösen, den Verkehr um die eigenen Stadt herumzuleiten ist damit zum scheitern verurteilt. Die Pendler werden gezwungen, auf den Zug umzusteigen. Und sie werden dies dort tun, wo sie den gröstmöglichen Komfort haben. Im Südwesten ist das Weilheim: Hier endet der Halbstundentakt, hier halten die RegionalExpress, hier giebt es im Umfeld noch leidlich Parkplätze.
Wer das nicht will, muss sich für einen zweigleisigen Ausbau der Werdenfelsbahn zwischen Tutzing und Weilheim, die Durchbindung der Pfaffenwinkelbahn nach München, die Verlängerung des Halbstundentaktes nach Peißenberg und die Reaktivierung des Bahnhofes Polling einsetzen.

(Februar 2018) DB Regio wirbt für Sitzplatz-Reservierung in der Werdenfelsbahn

Da bisher nur 20 Pendler sich einen Sitzplatz in den Zügen der Werdenfelsbahn reserviert haben, wirbt DB Regio mit einer Pressemitteilung nochmals für dieses Angebot. Ein Jahresabo für einen Platz kostet lt. Bahn 40 Euro

(Februar 2018) Info-Veranstaltung zum Haltepunkt Weilheim-Süd

Die bereits im November 2017 angekündigte Info-Veranstaltung mit Vertretern von Stadt, Bahn, Bayerischer Eisenbahngesellschaft und Regierung von Oberbayern findet am 15.02.2018 ab 18 Uhr in der Weilheimer Stadthalle statt.

Leider wurden direkt per Brief nur die Anwohner der Au eingeladen. So steht zu befürchten, dass die Gegener zahlreich vertreten sein werden. Es bleibt zu hoffen, dass auch machner Befürworter den Weg zu der Veranstaltung finden wird

(Februar 2018) Weilheim genehmigt neues Haus neben der Werdenfelsbahn

Im Stadtteil Unterhausen darf ein neues Haus unmittelbar neben der Werdenfelsbahn gebaut werden. Während der Bebauungplan auf der nördlichen Seite verpflichtend einen Abstand zum Gleis vom 30 Metern vorsieht, ist dies auf der südlichen Seite nicht vorgesehen. In Anbetracht eines von der Stadt gewünschten zweigleisigen Ausbaus wird in der Genehmigung jedoch extra darauf hingewiesen, dass die Stadt auch hier einen Abstand von 30 Metern zu den Gleisen wünscht.

Hier rächt sie die konträre Beschlusslage in Weilheim. Der Antrag von Pro Bahn, die Trasse für das zweite Gleis explizit im Flächennutzungsplan freizuhalten, wurde mit Rücksicht auf die Anwohner abgelehnt. Es wurde lediglich festgehalten, die Verwaltung möge auf den Schutz der Trasse achten. Bei der Verspätungskrise zu Beginn des Einsatzes der Talent3-Fahrzeuge wurde in einer Resolution der zweigleisige Ausbau gefordert. Schön, dass dieser Wunsch im Rahmen der Diskussion offen wiederholt wurde. Bleibt zu Wünschen, dass die Verwaltung auch ohne rechlich verbindliche Regeln es schafft, dass diese Trasse nicht zugebaut wird.

(Januar 2018) Kollision in Schongau

Keine doppelte Meldung! Am 23.01.2018 prallte ein Lint der BRB auf dem Weg nach Weilheim kurz nach halb 8 Uhr am Bahnübergang zur Schongauer Papierfabrik mit einem auf den Gleisen stehenden Laster zusammen. Der Zug war mit über 40 Fahrgästen besetzt, es sind 6 Verletzte zu beklagen. Der LKW-fahrer wurde schwer verletzt. Da der Laster zu Seite gedrückt und ein Stück Richtung Peiting mitgeschleift wurde, ist ein Totalverlust des Technikwürfels eingetreten. Bis zum Neubau wird der Bahnübergang von einem Sicherungsposten mit Flatterbändern gesichert.

(Januar 2018) Keine Fahrkartenautomaten mehr im Zug ab 2021

Ab 2021 git es auf der Pfaffenwinkelbahn keine Fahrkartenautomaten mehr im Zug. Diese werden entfernt, da angeblich die Zahl der Schwarzfahrer zu hoch sei, die am Automaten warteten und erst, wenn sie einen Kontrolleur erblicken, eine Fahrschein lösen würden. Statt jedem dritten soll dafür jeder zweite Zug mit einem Zugbegleiter besetzt sein.

Schade, dass dieser gute Service wieder verschwinden soll. Auf allen kleinen Haltepunkten müssen nun, nachdem sie bei Übernahme durch die BRB entfernt wurden, wieder Automaten aufgestellt werden. Die Zahl der Schwarzfahrer könnte man noch effektiver bekämpfen, indem einfach jeder Zug besetzt ist.

(Dezember 2017) Tutzing macht P&R-Platz kostenpflichtig - wegen Weilheimer

Da die Tutzinger auf ihrem P&R-Platz keine Parkmöglichkeiten finden, weil diese von Weilheimern blockiert sind, will die Gemeinde Tutzing diesen Platz kostenpflichtig machen.

Man erinnere sich daran, dass Weilheim seinen Platz kostenpflichtig gemacht hat, da er permanent von Peißenberger und Pollingern blockiert ist.So verschiebt man das Problem von einem Ort zum Nächsten. Auf die Lösung, den ÖPNV schon ab dem Wohnort so attraktiv zu machen, daß die meisten erst gar nicht mit dem Auto zu einem anderen Bahnhof fahren müssen kommt keiner.

(November 2017) Informationsveranstaltung für Anwohner von Weilheim Süd

In einer Informationsveranstaltung sollen die Anwohner in der Weilheimer Au über den neuen Haltepunkt Weilheim Süd informiert werden.

(November 2017) Schranke für der Bahnübergang Forster Straße in Peißenberg

Ohne ein genaues Datum für die Realisierung zu nennen, wurde angekündigt, den BÜ mit einer Schrankenanlage zu versehen. Der Bahnübergang ist zwar für die dortigen Verkehrsverhältnisse mit einer Lichtezeichenanlage entsprechend technisch gesichert. Nach dem Unfall im September hatte es jedoch, wie immer in so einem Fall, Forderungen nach einer Beschrankung gegeben, da dort vor 20 (!) Jahren bereits ein weiterer Unfall passiert sei.

(Oktober 2017) Lösung für Weilheim Süd in Sicht - Schongau Nord wird möglich

Die Stadt Weilheim und die DB haben sich offensichtlich auf eine Realisierung des neuen Haltepunktes Weilhei Süd im Zwickel an der Geistbühelstraße geeinigt. Die Stadt erklärt sich bereit, eine Unterführung unter der Werdenfelsbahn zu bauen. BEG-Chef Niggl erklärte weiter, dass auch Schongau Nord jetzt realisierbar sei, da eine Reaktivierung der Fuchstalbahn nicht mehr realistisch ist und Schongau Nord als reine Verlängerung der Pfaffenwinkelbahn gesehen werde.
Die Kosten dafür, so das Grundwasser keine Probleme bereit belaufen sich auf 1,1 Mio €, wobei die Stadt auf 50 % Förderung hoffen kann. Die Realisierung soll bis 2022 erfolgen.

(September 2017) BEG-Chef Niggl wiederspricht Dobrindt - indem er ihm zustimmt

In einem Interview erklärt der Chef der BEG Niggl, dass ihn die Absage des Verkehrministers für einen zweigleisigen Ausbau der Werdenfelsbahn nicht wundere, da dafür ein dreistelliger Millionenbetrag notwendig sei und es prioritäre Projekte gäbe.

Niggl erklärt, dass der Ausbau der Werdenfelsbahn wünschenswert und notwendig wäre. Er widerspricht damit offen Dobrindt, der ja schon die Notwendigkeit bestritten hat. Statt dessen benennt er als Hinderungsgrund die fehlenden Mittel seitens des Bundes. Das hat jedoch Dobrindt in der Hand. Ob dafür tatsächlich soviel Geld notwendig ist, bleibt fraglich. Geld ist offensichtlich da. Den dreistelligen Millionenbetrag für den Tunnel Oberau und die bis jetzt im Nichts verbuddelten Millionen am Kramertunnel in Garmisch-Partenkirchen hatte man ja auch. Warum diese Projekte prioritär waren, weiß wahrscheinlich nur der Herr Bundesminister.
Ein Blick auf das Wahlergebnis zeigt übrigens, dass die Millionen vom Wahlvolk nicht honoriert wurden.

(September 2017) Kollision in Peißenberg

Am 27.09.2017 prallte ein Lint der BRB auf dem Weg nach Weilheim kurz vor 7 Uhr am Bahnübergang Forster Straße in Peißenberg mit einem auf den Gleisen befindlichen Geländewagen zusammen. Der schwer verletze Pkw-Lenker wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. 4 der 250 Fahrgäste wurde bei der Schnellbremsung leicht verletzt.

(September 2017) Kollision in Schongau

Am 19.09.2017 prallte ein Lint der BRB auf dem Weg nach Weilheim kurz nach 16 Uhr am Bahnübergang zur Schongauer Papierfabrik mit einem auf den Gleisen stehenden Laster zusammen. Da der Zug mit Schülern der Schongauer Berufsschule voll besetzt war, sind 17 Verletzte zu beklagen, von denen zwei mit Hubschraubern abtransportiert wurden. Glücklicherweise wurde jedoch offensichtlich niemand ersthaft verletzt.
Der Auflieger des, mit geschreddertem Altpapier beladenen Lasters wurde auf der rechten Seite zerstört, die Ladung weit verstreut. Der Lint trug einen erheblichen Schaden am linken Kopf davon.

(September 2017) Kollision in Augsburg

Am 18.09.2017 fuhr einem Lint der BRB auf seinem Weg von Augsburg-Oberhausen nach Schongau bei der Einfahrt in der Augsburger Hauptbahnhof eine rangierende Kamelbuckel-Einheit von DB Regio in die Seite. Während der Lint lediglich mit einer Achse entgleiste, kippte der Wittenberger Kopf an der Spitze der Wendezugeinheit um blieb in Schräglage liegen. Außer drei Fahrgästen und dem Lokführer des Lint, die mit einem Schock davon kamen, gab es glücklicherweise keine Verletzten

(September 2017) Verkehrsminister Dobrindt erklärt, es gäbe keine Notwendigkeit zum Ausbau der Werdenfelsbahn

In einem Interview vor der Bundestagswahl 2017 erklärt Dobrindt, das ein zweigleisiger Ausbau der Werdenfelsbahn nicht notwendig sei, da die Infrastruktur für den bestellten Fahrplan ausreiche.

Hier spricht der Bundesautominister, der in seinem Ministerium auch von sehr wenig Eisenbahnverstand umgeben ist. Auf einer Straße ist der Verkehr nicht planbar, da sich die Nutzer, frei jeglicher Planung, autonom entscheiden, ob sie die Infrastruktur jetzt nutzen wollen. Man kann durch alleiniges hinsehen erkennen, ob eine Straße überlastet ist, oder nicht.
Bei der Schiene stellt sich das ganz anders dar: Jeder, der sie benutzen will, muss beim Betreiber der Infrastruktur einen Fahrplan bestellen. Gehen für eine Strecke mehr Bestellungen ein, als diese verträgt, werden einige Bestellungen negativ beschieden. Der endgütige Fahrplan ist somit immer auf der vorhandenen Infrasturktur fahrbar. Von außen besehen passt alles.
Was Herr Dobrindt bei einer einfachen Nachfrage bei der BEG hätte erfragen können ist, daß man dort gerne zu den bestellten Zügen einen durchgängigen Stundentakt mit Regionalexpress-Zügen zwischen München und Garmisch-Partenkirchen bestellt hätte, da die Kapazitäten für die Fahrgäste nicht ausreichen. Dies ist jedoch aufgrund der mangelhaften Infrastruktur nicht möglich.
Über 800 Millionen Euro für die Straße und nichts für die Schiene - Da stimmt vieles nicht

(August 2017) Neuer Pendlerrekord in München

Lt. einer Studie fahren mittlerweile jeden Tag 368.000 Berufstätige zur Arbeit nach München. Der Freistaat plant deswegen eine weiteren Ausbau der Straßen.

Nix verstanden. Es reicht nicht, neue Pisten nach München zu betonieren. Die Fahrzeuge müssen auch irgendwo unter Tags bleiben. Un der Platz ist längst erschöpft.

(Juli 2017) Zug der Bayerischen Regiobahn wird auf den Namen "Pfaffenwinkel" getauft

Der letzte, bisher noch namenlose Zug der Bayerischen Regiobahn wird am 22.07.2017 um 11:00 in Weilheim auf den Namen "Pfaffenwinkel" getauft. Die Segnung wird im Besein von Landrätin und Lokalprominenz durch die örtlichen katholischen und evangelischen Pfarrer erfolgen. Dazu spielt die Stadtkapelle.

Mal schauen, ob sich jemand daran erinnert, wem die "Pfaffenwinkelbahn" im Jahr 1994 ihren Namen zu verdanken hatte,

(Juli 2017) Die Pfaffenwinkelbahn bleibt bis Dezember 2021 bei der Bayerischen Regiobahn

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat angekündigt, den Betrieb der Pfaffenwinkelbahn bis zum Ende des Fahrplanjahres 2021 wieder an die Bayerische Regiobahn zu vergeben. Dieser Übergangsvertrag wurde notwendig, weil zum Ende des bisherigen Vertrages für das Dieselnetz Augsburg II die Elektrifizierung der Allgäubahn, mit ihren grundlegenden Fahrplanänderungen noch nicht abgeschlossen ist. Gefahren wird das bisherige Angebot.

Falls die Allgäubahn wider Erwarten bereits 2010 fertig elektrifiziert sein sollte, besteht die Option, bereits dann den Fahrplan anzupassen. Folge wäre dann Verlegung der Züge der Ammerseebahn um 30 Minuten und ein Brechen in Weilheim. Der Durchlauf Augsburg - Schongau wäre dann nicht mehr gegeben.

Von Schongau aus müsste dann grundsätzlich in Weilheim umgestiegen werden. Wieder ein Grund mehr, über eine Durchbindung der Schongauer Züge nach München nachzudenken. Dabei ist vollkommen egal, wer ab 2021 die Pfaffenwinkelbahn betreibt. Denn ein Flügeln ist auch mit Fahrzeugen verschiedener Betreiber möglich. So verkehren FLIRT-Triebwagen der DB gemeinsam mit KISS-Triebwagen der luxemburgischen CFL von Koblenz nacht Trier um dann getrennt nach Saarbrücken und Luxemburg zu verkehren.

(Juni 2017) Umgebauter Bahnhof Weilheim eröffnet

Der Umbau ist zwar noch gar nicht fertig, wurde aber am 26.06.2017 schon mal offiziell eröffnet. Der Aufzug an Gleis 1 funktioniert noch nicht und das Bahnhofsgbäde wurde für die geladenen Gäste schnell mit etwas Farbe aufgehübscht. Sogar ein neues Hinweisschild auf die, immer noch, komplett maroden Toilletten gab es.

Während Verkehrsminister Dobrindt sich darin erging, die neuen Straßenprojekte im Umland hervorzuheben, die unter seiner Ägide gestartet wurden, und damit grob das Thema verfehlte, betonte Ministerialdirektor Helmut Schütz vom bayerischen Innenministerium, daß die Schiene jahrzehntelang vernachlässigt wurde und nun einen erheblichen Nachholbedarf hätte. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Meinung durchsetzt.

Bürgermeister Loth kündigte an, dass Mitte 2018 mit dem Bau des Zentralen Omnisbusbahnhofes begonnen werden soll. Dabei soll auch das komplette Bahnhofsumfeld renoviert werden und ein neues WC-Gebäude entstehen. Wäre schön, wenn bis dahin der Landkreis auch die Busverkehre so neu ordnen könnte, das der schöne ZOB nicht den halben Tag und das ganze Wochenende leer steht.

Letzendlich kündigte die DB noch an, dass ab Dezember 2017 samstags 4 ICE (2 je Richtung) in Weilheim halten würden. Damit wäre Berlin jetzt nur noch 5 1/2 Stunden von Weilheim entfernt. Das hat nun allerdings nichts damit zu tun, dass der ICE in Weilheim hält, sondern mit der gleichzeitigen Eröffnung der Schnellfahrstrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt, die die Fahrzeit zwischen Berlin und München auf vier Stunden drückt. Mit den Regionalbahnen und Umsteigen in München geht es übrigens noch eine halbe Stunde schneller (und jede Stunde und nicht nur zweimal in der Woche), da die ICE die langsamsten Züge auf der ganzen Werdenfelsbahn sind.

Im Weilheimer Tagblatt stand zu lesen, dass mit der Taufe des ICE sich die Flotte der Weilheim-Fahrzeuge, die bisher nur aus einem Minenjadgboot bestand, verdoppelt hat. Dabei wurde übersehen, dass bereits seit einiger Zeit der VT 222 der Bayerischen Regiobahn den Namen "Weilheim" trägt.

(Juni 2017) Geänderte Fahrzeiten der ersten beiden Züge Richtung Weilheim

Ab dem 01.07.2017 verkehren die beiden ersten Züge von Schongau in Richtung Weilheim 4 Minuten früher

(Juni 2017) Elektrifizierung der Pfaffenwinkelbahn geplant

Ein Entwurf des bayerischen Innenministers löst viel Empörung aus. In der Auflistung werden die Baumaßnahmen aufgeführt, die noch vor oder während des Baus der 2. Stammstrecke der Münchner S-Bahn mit den übrig gebliebenen Mitteln finanziert werden können. Das sind wahrlich nicht mehr viele, außer denen, die bereits begonnen sind und nun auch fertig gestellt werden müssen.

Die Überraschung wartet im Punkt 3 der Maßnahmen, die erst nach Fertigstellung der 2. Stammstrecke in Angriff genommen werden sollen. Da findet sich doch tatsächlich die Elektrifizierung der Pfaffenwinkelbahn!

Die von PRO BAHN vorgeschlagenen Hybrid-Züge mit Durchbindung nach München wären ja schon ein riesen Schritt, eine Elektrfizierung und feste Einbindung in das Flügelzugprinzip der Werdenfelsbahn ist das Sahnehäbchen

(Juni 2017) Einweihung des barrierefreien Umbaus des Bahnhofes Weilheim und Taufe eines ICE

Am 26.06. wurde im Beisein von Verkehrsminister Dobrindt die Vollendung barrierefreie Ausbaus gefeiert. Als weiteres Schmankerl brachte Personenverkehrschef Berthold Huber einen ICE mit, der auf den Namen "Weilheim" getauft wurde.

Was lange währt wird endlich gut. Als letzter wichtiger Bahnhof ist nun der größte Umsteigebahnhof Weilheim auch barrierefrei. Da in den Reden mit Sicherheit die Arbeit der Stadt und der Runde Tisch der Agenda 21 hoch gelobt werden wird, für alle Interessierten hier der Teil der Vorgeschichte, der wahrscheinlich unerwähnt blieb. Ein dank gebührt dem Weilheimer Tagblatt, dass in einem Artikel auch an diese maßgebliche Vorarbeit erinnert.

(Juni 2017) Ärger um lange Schließzeiten am Bahnübergang Geistbühelstraße in Weilheim

Nach dem, von der Stadt Weilheim abgesegneten Umbau des Bahnüberganges "Geistbühelstraße" im Zusammenhang mit dem neuen elektronischen Stellwerk haben sich die Wartezeiten für die Straßenbenutzer erheblich verlängert. Eine Anfrage der Stadt dazu wurde von der DB mit einer mehr als fadenscheinigen Begründung beantwortet. Grund seien verbesserte Anschlussbeziehungen in Weilheim. Ein Blick in den Fahrplan, der sich nicht verändert hat, verrät, dass dies nicht stimmen kann.

Tatsächlich wurde der BÜ bisher, wegen zu kurzer Einschaltwege, mit verminderter Geschwindigkeit passiert. Kein Problem bei den behäbig beschleunigenden Einheiten aus BR 111 und Doppelstöckern. Für die jetzt eingesetzte BR 2442 (vulgo S-Bahn mit Klo) aber ein Hindernis, da diese bis zum BÜ eine höhere Geschwindigkeit erreichen könnte. Deshalb wurde der Umbau genutzt, um die Einschaltpunkte zu verlegen.
Aus Süden kein Problem, da hier ausreichend Platz vorhanden ist. Aus Norden aber wanderte damit der notwendige Einschaltpunkt in den Bahnhof. Jetzt erfolgt die Einschaltung bereits beim Einstellen der Fahrstraße bevor das Ausfahrsignal auf Fahrt geht. Bis der Zug dann, nach Schließen der Türen abfährt und den BÜ erreicht vergehen bis zu 4 Minuten. Ein Ergebnis der Sekundenschinderei, die notwendig ist, um den sportlichen Fahrplan auf der eingleisigen Strecke fahren zu können.

(April 2017) Antwort der BEG zum Vorschlag einer Reaktivierung von Polling

In einem Artikel des Weilheimer Tagblattes nimmt der Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaftt Niggl zum Wunsch einer Reaktivierung des Bahnhofes Polling Stellung. Er gibt an, dass außer für die 20 Bahnhöfe der Stationsoffensive Geld da sei. Weiters käme Polling grundsätzlich nicht in Frage, da sich auf Grund der fehlenden Zweigleisigkeit kein stündlicher Halt realisieren ließe.

Ein stündlicher Halt in Polling wäre problemlos möglich. Nicht von den stündlichen Zügen nach GAP, soweit hat Herr Niggl recht. Eine Verlängerung der in Weilheim endenden Halbstundentakt-Züge nach Polling wäre jedoch kein technisches Problem. Am Nachmittag, wenn die Verstärker nach GAP verlängert werden, passiert genau das. Soweit sollte Herr Niggl seinen eigenen Fahrplan kennen. Es geht also nur um das liebe Geld für die paar zusätzlichen Zugkilometer. Aber ein vorgeschobenes technisches Problem wird von der unbedarften Politik schneller akzeptiert und kritiklos durchgewunken. War da nicht was: Weilheim Süd, Schongau Nord, etc?

(April 2017) Weilheim beklagt chaotische Zustände am Pendler-Parkplatz

In Weilheim herrscht Wild-West am Pendlerparklplatz "Am Öferl". Ab 7 Uhr bereits voll, wird geparkt, wo noch ein Auto hinpasst. Jahreskartenbesitzer haben zwar bezahlt, finden aber keinen Platz. Der Leiter des Ordnungsamtes träumt von einer Reaktivierung des Bahnhofes Polling mit großem Pendlerparkplatz.

An der Situation ist nichts neu. Der Zustand stellte sich nach jeder Erweiterung des Platzes umgehend wieder ein. Bisher wurde darauf zweimal mit einer neuen Erweiterung reagiert. Jetzt ist kein Platz mehr dafür vorhanden.
PRO BAHN hat bereits im Jahr 2006 eine Befragung auf dem Platz durchgeführt.
Das Ergebnis: Die meisten Nutzer sind keine Weilheimer, sondern kommen aus Peißenberg und Polling.
Der Grund: Nutzung des Halbstunden-Taktes und Angst vor Anschlussverlust bei den Peißenbergern, der fehlende Bahnhof bei den Pollingern.
Erkenntnisgewinn bei den Weilheimern: keiner
Auf den Vorschlag von PRO BAHN, auf der Pfaffenwinkelbahn Hybrid-Züge zur Durchbindung nach München einzusetzen, haben weder Weilheim noch Peißenberg geantwortet (Im Gegensatz zu allen anderen Gemeinden). Wer so wenig in der Lage ist, über den Tellerrand zu blicken, sollte nicht davon träumen Oberzentrum zu werden.

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